Berufsbezeichnung

Die Veränderungen des Gesundheitssystems mit der zukünftigen Betonung auf Gesundheitsprävention und Gesundheitsförderung sind seit dem 01.01.2004 in der neuen gesetzlichen Regelung über die Berufe in der Krankenpflege berücksichtigt worden.

§ 3 KrPflG (Krankenpflegegesetz) Ausbildungsziel

(1) Die Ausbildung für Personen nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 und 2 (Gesundheits- und Krankenpfleger/-in bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in) soll entsprechend dem allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur verantwortlichen Mitwirkung insbesondere bei der Heilung, Erkennung und Verhütung von Krankheiten vermitteln. Die Pflege im Sinne von Satz 1 ist dabei unter Einbeziehung präventiver, rehabilitativer und palliativer Maßnahmen auf die Wiedererlangung, Verbesserung, Erhaltung und Förderung der physischen und psychischen Gesundheit der zu pflegenden Menschen auszurichten. Dabei sind die unterschiedlichen Pflege- und Lebenssituationen sowie Lebensphasen und die Selbstständigkeit und Selbstbestimmung der Menschen zu berücksichtigen (Ausbildungsziel).

(2) Die Ausbildung für die Pflege soll insbesondere dazu befähigen,

  1. die folgenden Aufgaben eigenverantwortlich auszuführen:
    a) Erhebung und Feststellung des Pflegebedarfs, Planung, Organisation, Durchführung und Dokumentation der Pflege,
    b) Evaluation der Pflege, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege,
    c) Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen und ihrer Bezugspersonen in der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit,
    d) Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes,

  2. die folgenden Aufgaben im Rahmen der Mitwirkung auszuführen:
    a) eigenständige Durchführung ärztlich veranlasster Maßnahmen,
    b) Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie oder Rehabilitation,
    c) Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen,

  3. interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten und dabei multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen von Gesundheitsproblemen zu entwickeln.