Berufsbild

Seit Jahren gehören die Pflegeberufe aus Sicht der Bevölkerung zu den wichtigsten Berufen in Deutschland. Angehörige der Pflegeberufe genießen ein hohes Ansehen – insbesondere in einer Gesellschaft, die zunehmend altert und auf professionelle Pflege angewiesen ist.

Das Interesse an der Arbeit mit anderen Menschen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger/in. Es ist ein Beruf, bei dem hohes Engagement, persönliche Belastbarkeit und große Lernbereitschaft erforderlich sind.

Grundlage der täglichen Arbeit ist der Pflegeprozess. Dabei ist es selbstverständlich, die Patienten und Pflegebedürftigen zu beobachten, Patientendaten zu ermitteln und auch durch Gespräche die Bedürfnisse zu analysieren. Durch dieses systematische Handeln können individuelle Pflegeziele und notwendige Hilfestellungen – ggf. auch gemeinsam mit Angehörigen – festgelegt und in Pflegeplänen dokumentiert werden.

Die Unterstützung bei der Grundpflege, wie z. B. Körperhygiene und Ernährung, gehört dabei ebenso zu den Aufgaben, wie die Beratung, Hilfe zur Selbsthilfe und Vermittlung von Kontakten. Auch die Überwachung und Organisation therapeutischer Maßnahmen sowie die Assistenz bei medizinischen Eingriffen gehören zur Arbeit in der Gesundheits- und Krankenpflege. Dabei ist es besonders wichtig, den ganzheitlichen Menschen zu betrachten und jederzeit den Überblick zu behalten.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist es erforderlich, sich lebenslang über die fortlaufende Qualitätsentwicklung in der Pflege zu informieren und dadurch das eigene Fachwissen und Können zu aktualisieren. Die Zusammenarbeit und Kommunikation mit anderen Berufsgruppen wie z. B. Ärzten, Physiotherapeuten und Sozialarbeitern ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Gesundheits- und Krankenpflege.

Die Orientierung an den aktuellen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen wird dabei ergänzt durch die individuelle Betrachtung der Situation jedes Einzelnen. Gesundheits- und Krankenpfleger/innen nehmen nicht nur die Erkrankung, sondern auch die Persönlichkeit und das soziale Umfeld wahr und gehen im Rahmen der Möglichkeiten darauf ein. Unabhängig von der Kultur, der Religion oder der Diagnose werden die zu betreuenden Menschen dabei mit Einfühlungsvermögen, Achtung und Offenheit stets würdevoll behandelt.